Lorenzo Mayol Quetlas war ein mallorquinischer Bio-Landwirt und Pferdewirt, der als langjähriger Lebensgefährte der deutschen Schauspielerin Esther Schweins bekannt wurde. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder und lebten auf Mallorca. Am 11. September 2017 starb Quetlas im Alter von 53 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.
Während Esther Schweins regelmäßig für Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen arbeitete, blieb Lorenzo Mayol Quetlas eng mit seiner Heimatinsel und der Landwirtschaft verbunden. Wie das gemeinsame Leben aussah, ist vor allem durch Interviews mit der Schauspielerin dokumentiert.
Wer war Lorenzo Mayol Quetlas?
Lorenzo Mayol Quetlas stammte aus Mallorca und arbeitete dort als Landwirt. Er betrieb ökologische Landwirtschaft und beschäftigte sich mit der Haltung und Betreuung von Pferden.
Anders als seine berühmte Lebensgefährtin stand Quetlas nicht beruflich im Rampenlicht. Sein Alltag spielte sich überwiegend auf der spanischen Baleareninsel ab, wo er seinen landwirtschaftlichen Verpflichtungen nachging.
Ein Bericht der Zeitschrift BUNTE aus dem September 2017 beschreibt seine landwirtschaftlichen Tätigkeiten näher. Demnach hielt er unter anderem Schafe und baute Oliven, Mandeln sowie Johannisbrot an.
Die Landwirtschaft bestimmte auch den Rhythmus des Familienlebens. Auf seinem Hof mussten Tiere versorgt, Futtermittel angeliefert und zahlreiche Arbeiten erledigt werden. Der Betrieb ließ sich deshalb nicht einfach verlassen, wenn Esther Schweins beruflich verreisen musste.
Gerade diese feste Verbindung zu seiner Heimat schätzte die Schauspielerin an ihrem Partner.
Wie lernten sich Lorenzo Mayol Quetlas und Esther Schweins kennen?
Lorenzo Mayol Quetlas und Esther Schweins lernten sich 2006 kennen. Aus ihrer Begegnung entwickelte sich eine langjährige Partnerschaft.
Schweins war zu diesem Zeitpunkt bereits eine bekannte Schauspielerin. Einem breiten deutschen Publikum war sie insbesondere durch die Fernsehsendung „RTL Samstag Nacht“ vertraut. Später arbeitete sie in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen sowie am Theater.
Quetlas führte dagegen ein Leben, das von Landwirtschaft, Natur und seiner Heimat Mallorca geprägt war.
Trotz ihrer unterschiedlichen Berufe fanden beide zusammen. Im Jahr 2008 verlagerte Esther Schweins ihren Lebensmittelpunkt nach Mallorca, wo ihr Partner lebte und arbeitete.
Die Schauspielerin blieb beruflich weiterhin mit Deutschland verbunden. Sie reiste für Dreharbeiten und andere Verpflichtungen, während Quetlas überwiegend auf Mallorca blieb.
Was Esther Schweins an ihrem Partner schätzte
In einem Interview mit der B.Z. vom 6. September 2014 sprach Esther Schweins über ihre Beziehung und die unterschiedlichen Lebensweisen des Paares.
Dabei beschrieb sie eine Eigenschaft ihres Partners mit den Worten:
„Es ist seine Erdverbundenheit, die mir guttut.“
Schweins erklärte außerdem, dass sie Lorenzo manchmal gerne auf ihren Reisen begleitet hätte. Wegen seiner Arbeit als Landwirt sei dies jedoch nicht ohne Weiteres möglich gewesen.
Für das Familienleben sah sie darin auch einen Vorteil. Während ihr Beruf häufige Ortswechsel erforderte, bot der auf Mallorca verwurzelte Vater den Kindern einen beständigen Lebensmittelpunkt.
Ihre Aussagen zeigen, dass die Unterschiede zwischen den Partnern nicht nur Herausforderungen mit sich brachten, sondern auch zum gemeinsamen Alltag gehörten.
Das Familienleben auf Mallorca
Lorenzo Mayol Quetlas und Esther Schweins bekamen zwei gemeinsame Kinder. Ihre Tochter Mina Stella wurde 2007 geboren, ihr Sohn Pau folgte 2008.
Die Familie lebte überwiegend auf Mallorca. Für die Schauspielerin war die Insel nicht ausschließlich ein Wohnort, sondern zunehmend ein Zuhause, an dem ihre Kinder aufwuchsen.
Dabei unterschied sich der Familienalltag deutlich von dem öffentlichen Leben, das mit Schweins‘ Schauspielkarriere verbunden war.
In einem Bericht von BUNTE aus dem Jahr 2017 schilderte die Schauspielerin die besondere Wohnsituation des Paares. Weil auf Lorenzos Finca ständig gearbeitet wurde und früh am Morgen landwirtschaftlicher Betrieb herrschte, nutzte sie zusätzlich ein zweites Haus als Rückzugsort.
Dennoch verbrachten beide einen großen Teil ihrer gemeinsamen Zeit auf der Finca.
Diese Schilderung macht deutlich, wie eng Landwirtschaft und Familienleben miteinander verbunden waren. Der Hof war nicht nur ein privater Wohnort, sondern zugleich ein Arbeitsplatz mit festen täglichen Abläufen.
Waren Lorenzo Mayol Quetlas und Esther Schweins verheiratet?
Nein. Esther Schweins und Lorenzo Mayol Quetlas waren ein langjähriges Paar, aber nicht miteinander verheiratet.
In Interviews bezeichnete die Schauspielerin ihren Lebensgefährten zwar gelegentlich als ihren „Mann“. Gemeint war damit jedoch ihr Partner und nicht ein rechtlich angetrauter Ehemann.
Im Interview mit der B.Z. aus dem Jahr 2014 erklärte Schweins ausdrücklich, dass sie trotz romantischer Vorstellungen nicht heiraten möchte.
Auch ohne Trauschein führten beide eine dauerhafte Beziehung und gründeten eine Familie.
Die Unterscheidung ist wichtig, weil Lorenzo Mayol Quetlas in manchen Medienberichten als Ehemann bezeichnet wird. Nach den zeitgenössischen Berichten waren die beiden jedoch nicht verheiratet.
Wann und woran starb Lorenzo Mayol Quetlas?
Lorenzo Mayol Quetlas starb am 11. September 2017 auf Mallorca. Er wurde 53 Jahre alt.
Sein Tod wurde durch das Management von Esther Schweins bestätigt. Die Nachricht erschien am folgenden Tag in deutschen Medien.
Nach damaligen Berichten litt Quetlas an Darmkrebs. Die Erkrankung wurde medizinisch behandelt, konnte jedoch nicht mehr überwunden werden.
Sein Tod beendete die Partnerschaft mit Esther Schweins, die rund elf Jahre zuvor begonnen hatte.
Für die Schauspielerin und ihre beiden Kinder bedeutete der Verlust eine tiefgreifende Veränderung ihres Familienlebens.
Auch auf Mallorca, wo Quetlas als Landwirt und Pferdewirt bekannt war, löste sein Tod Trauer aus. Zeitgenössische Berichte zitierten Menschen aus seinem Umfeld, die ihn als geschätzten Mitmenschen beschrieben.
Wie ging Esther Schweins mit dem Verlust um?
Nach dem Tod ihres Partners sprach Esther Schweins in verschiedenen Interviews darüber, wie schwer die Zeit für sie und ihre Kinder gewesen war.
Im November 2019 berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland über ein Gespräch der Schauspielerin mit dem ZEITmagazin. Darin schilderte sie ihre Trauer und die große Bedeutung der Unterstützung durch Freunde und Angehörige.
Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld waren unmittelbar nach Lorenzos Tod für die Familie da. Diese Hilfe gab insbesondere den Kindern in einer schwierigen Lebensphase Halt.
Auch Jahre später blieb der Verlust ein wichtiges Thema für Schweins.
In einem Interview mit BUNTE aus dem Dezember 2022 sprach sie darüber, dass ihr Partner das weitere Aufwachsen der Kinder nicht mehr miterleben konnte.
Zugleich beschrieb sie, wie die Familie nach und nach gelernt hatte, mit der Trauer zu leben. Trotz des schmerzhaften Verlusts sei es ihnen gelungen, wieder Freude und Liebe im Alltag zu erleben.
Besonders dankbar zeigte sie sich für die gemeinsame Zeit, die der Familie noch geblieben war, als bereits absehbar wurde, dass Lorenzo sterben würde.
Welche Bedeutung hatte Mallorca für die Familie?
Mallorca war für Lorenzo Mayol Quetlas seine Heimat und der Mittelpunkt seines Berufslebens. Für Esther Schweins wurde die Insel durch die Beziehung und das gemeinsame Familienleben ebenfalls zu einem festen Zuhause.
Diese Verbindung blieb auch nach seinem Tod bestehen.
Noch im Januar 2026 berichtete das Mallorca Magazin, dass die Schauspielerin weiterhin auf der Insel lebte. In ihrem Alltag spielten Natur, Tiere und das Leben auf einem Hof nach wie vor eine wichtige Rolle.
Die Insel steht damit für einen wesentlichen Abschnitt der gemeinsamen Familiengeschichte: Hier arbeitete Lorenzo Mayol Quetlas, hier wuchsen die Kinder auf, und hier verbrachte das Paar einen großen Teil seiner gemeinsamen Jahre.
Was über Lorenzo Mayol Quetlas in Erinnerung bleibt
Lorenzo Mayol Quetlas wurde nicht durch eine eigene Karriere in der Unterhaltungsbranche bekannt. Sein Name ist vor allem mit Esther Schweins und der gemeinsamen Familie auf Mallorca verbunden.
Die öffentlich dokumentierten Einblicke zeichnen das Bild eines Mannes, dessen Leben von Landwirtschaft, Pferden und seiner Heimatinsel geprägt war.
Besonders aufschlussreich sind die Aussagen von Esther Schweins aus den Jahren vor seinem Tod. Sie beschrieb einen Partner, der fest in seiner gewohnten Umgebung verwurzelt war und damit einen Gegenpol zu ihrem reisereichen Berufsleben bildete.
Sein Tod im September 2017 war ein schwerer Einschnitt für die Familie. Die späteren Interviews der Schauspielerin zeigen zugleich, dass die Erinnerung an ihn auch über die gemeinsame Lebenszeit hinaus einen festen Platz im Familienleben behielt.
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