Gerd Silberbauer war nicht Barbara Rudniks Ehemann. Die Schauspieler waren Anfang der 1980er-Jahre etwa zwei Jahre lang ein Paar und blieben anschließend eng befreundet. Barbara Rudnik war nach den zeitgenössischen Nachrufen des Tagesspiegels und der österreichischen Zeitung Die Presse nie verheiratet. Silberbauer schilderte ihre frühere Beziehung in einem Gespräch mit der tz vom 24. Mai 2009.
Hinter der Suche „gerd silberbauer barbara rudnik ehemann“ steht damit eine Frage nach ihrem Privatleben: Welche Rolle spielte Silberbauer tatsächlich? Die Antwort erschließt sich aus zwei unterschiedlichen Abschnitten ihrer gemeinsamen Geschichte – der Zeit als Liebespaar und der Freundschaft danach.
Eine Liebesbeziehung aus den frühen Schauspieljahren
Nach Silberbauers Schilderung begann die Romanze 1982, als beide gemeinsam in einem Münchner Kellertheater auf der Bühne standen. Die tz beschrieb Rudnik als seine enge Freundin über fast drei Jahrzehnte und schrieb, dass sie zwei Jahre davon ein Liebespaar gewesen seien. Silberbauer erinnerte sich besonders an ihre Geradlinigkeit, Klugheit und ihren Humor. Als gemeinsames Interesse nannte er die Berge und Wanderungen durch die Dolomiten.
Für das spätere Verhältnis fand er einen anderen Vergleich: „Wir waren wie Bruder und Schwester.“ Damit beschrieb er die Vertrautheit nach dem Ende der Partnerschaft. Ein genaues Trennungsdatum nennt das zeitgenössische Gespräch nicht. Die Angabe von ungefähr zwei Jahren sollte deshalb auch als solche stehen bleiben.
Eine weitere Erinnerung stützt die Einordnung als früheres Paar: Der Schauspieler Michael Mendl erzählte nach Rudniks Tod von einer Begegnung Anfang der 1980er-Jahre. Damals sei sie Silberbauers Freundin gewesen, berichtete die tz am 30. Mai 2009.
Welche Rolle Silberbauer in ihrer letzten Lebensphase spielte
Silberbauer gehörte auch während Rudniks Erkrankung zu ihrem persönlichen Umfeld. Die Abendzeitung vom 25. Mai 2009 berichtete nach einem Gespräch mit ihm, dass er an ihrem Sterbebett gesessen habe. Sie bezeichnete Rudnik dabei als seine gute Freundin.
Barbara Rudnik starb am 23. Mai 2009 im Alter von 50 Jahren in Wolfratshausen. Das vom Deutschen Filminstitut herausgegebene filmportal.de dokumentiert, dass sie seit 2005 an Brustkrebs erkrankt war und ihrem Leiden erlag. Die Erkrankung hatte sie 2008 öffentlich gemacht.
Bei ihrer Beisetzung am 29. Mai 2009 auf dem Münchner Nordfriedhof sprach Silberbauer. Die Abendzeitung berichtete darüber und bezeichnete ihn ausdrücklich als engen „(Ex-)Freund“. Seine Nähe zu Rudnik war also auch in den Berichten über ihren Abschied sichtbar; sein Beziehungsstatus wurde dabei als Freund beziehungsweise früherer Partner beschrieben.
Barbara Rudnik war nie verheiratet
Die Frage nach einer Ehe lässt sich über die allgemeine Aussage zu Rudniks Familienstand beantworten. Im Tagesspiegel-Nachruf vom 24. Mai 2009 steht ausdrücklich: „Rudnik war nie verheiratet.“ Die Presse machte dieselbe Angabe in ihrem Nachruf vom folgenden Tag.
Zu ihren öffentlich bekannten Partnern gehörten auch der Filmproduzent Bernd Eichinger und der Münchner Koch Karl Ederer. Ein Bericht der tz über die Beisetzung bezeichnet Eichinger als ehemaligen Lebensgefährten. Der Tagesspiegel erwähnt die langjährige Beziehung zu Ederer. Auch bei diesen Namen ist die Bezeichnung „Ehemann“ deshalb unzutreffend.
Die Wörter „Freund“ und „Partner“ brauchen bei biografischen Darstellungen einen zeitlichen Zusammenhang. Wer die lange Freundschaft mit Silberbauer mit ihrer früheren Romanze zusammenfasst, kann den Eindruck einer jahrzehntelangen Liebesbeziehung erzeugen. Die damaligen Berichte unterscheiden diese Phasen. Wie die konkrete Suchformulierung mit „Ehemann“ entstanden ist, lässt sich aus ihnen allerdings nicht feststellen.
Wer die beiden Schauspieler sind
Barbara Rudnik wurde am 27. Juli 1958 in Wehbach an der Sieg geboren. In München nahm sie ab 1978 Schauspielunterricht am Zinner-Studio. Ihre erste Hauptrolle spielte sie in Beate Klöckners Film „Kopfschuß“, auch unter dem Titel „Nightfall“ bekannt. Später gehörten unter anderem „Tausend Augen“, „Komm, süßer Tod“, „Solo für Schwarz“ und „Keinohrhasen“ zu ihrer Filmografie. Diese Stationen dokumentieren filmportal.de und dessen Eintrag zu „Kopfschuß“.
Gerd Silberbauer ist ebenfalls Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler. Seine Vita bei der Agentur Reuter führt ihn als Hauptkommissar Arthur Bauer in „SOKO 5113“ und „SOKO München“. Sie nennt außerdem Engagements an den Münchner Kammerspielen, dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Ernst Deutsch Theater in Hamburg.
Fazit: Früherer Partner und langjähriger Freund
Gerd Silberbauer und Barbara Rudnik verband zunächst eine etwa zweijährige Liebesbeziehung, anschließend eine lange Freundschaft. Er begleitete sie auch in ihrer letzten Lebensphase. Die Bezeichnung „Barbara Rudniks Ehemann“ ist falsch: Die Schauspielerin war nie verheiratet.
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