Am 14. Mai 2016 stand der Name Silva Kapitanova bereits in einer Fotolegende der mallorquinischen Tageszeitung Última Hora. Bei einer Ehrung für Rafael Ferragut im Castillo Hotel Son Vida wurde sie gemeinsam mit Mitgliedern und Gästen der Ferragut-Familie fotografiert, darunter Marcos Ferragut Salvá. Weitere Aufnahmen folgten 2017, 2020 und noch im November 2024. Erst 2025 wurde Kapitanova in Deutschland zum Suchbegriff, als Medien sie an der Seite von Bastian Schweinsteiger zeigten. Die ältere Mallorca-Spur erzählt dabei mehr über ihren Hintergrund als viele spätere Kurzprofile: Kapitanova bewegte sich schon lange vor den deutschen Schlagzeilen im gesellschaftlich-kulturellen Umfeld Palmas.
Kurzprofil
| Name | Silva Kapitanova |
| Herkunft | Bulgarien |
| Mallorca-Bezug | Öffentliche Veranstaltungsauftritte mindestens seit 2016 |
| Familie | Mutter von zwei Kindern |
| Beruf | Öffentlich nicht eindeutig dokumentiert |
| Bekannt in Deutschland durch | Medienberichte über Bastian Schweinsteiger seit 2025 |
Seit 2016 taucht ihr Name im Umfeld der Ferraguts auf
Der früheste klar zuzuordnende Fund stammt aus dem Mai 2016. Rafael Ferragut, damals Eigentümer und Direktor des Auditòrium de Palma, war zum „Ciudadano Europeo 2016“ ernannt worden. Nach einem Konzert im Castillo Hotel Son Vida kamen die Gäste zum Abendessen zusammen. Eine Aufnahme zeigt Silva Kapitanova neben Marcos Ferragut Salvá und weiteren Personen aus dem Umfeld der Familie.
Im Dezember 2017 erschien Kapitanova erneut in einer umfangreichen Última-Hora-Fotogalerie, wiederum gemeinsam mit Marcos Ferragut. Eine Bildzeile schrieb ihren Vornamen dort einmal „Silvia“, eine weitere Aufnahme derselben Veranstaltung dagegen „Silva“. Andere Veröffentlichungen von 2016, 2020 und 2024 verwenden ebenfalls Silva Kapitanova. Die im Deutschen inzwischen verbreitete Namensform ist damit jedenfalls keine Erfindung späterer Profilseiten.
Im Januar 2020 fotografierte die Zeitung sie mit Marcos Ferragut bei einem Konzert der Johann-Strauss-Orchestra im Auditòrium. Besonders aussagekräftig ist ein deutlich jüngerer Beleg: Noch am 29. November 2024 war Kapitanova bei der Verleihung der Siurells de Plata zu sehen. Última Hora nannte dort ausdrücklich den Auditòrium-Manager Marcos Ferragut „junto a Silva Kapitanova“ – zusammen mit Silva Kapitanova. Auf einem weiteren Foto stehen beide neben Alfonso Moll.
Damit reicht die öffentlich sichtbare Verbindung Kapitanovas zu Mallorca über mindestens acht Jahre. Das passt nicht zu dem Eindruck, sie sei erst im Umfeld der Schweinsteiger-Berichte 2025 auf der Insel aufgetaucht.
Die Spur zum Auditòrium de Palma erklärt den kulturellen Kontext
Marcos Ferragut gehört zu einer Familie, die eng mit dem Auditòrium de Palma verbunden ist. Die Datenbank des spanischen Centro de Documentación de las Artes Escénicas y de la Música führt Rafael Ferragut Bonafé als Direktor und Marcos Ferragut Salvá als Programmverantwortlichen des Hauses. Der balearische öffentlich-rechtliche Sender IB3 beschrieb bereits 2019, wie Rafael Ferragut das Familienunternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Marcos weiterführte; 2022 bezeichnete IB3 Marcos als Geschäftsführer beziehungsweise „gerent“ des Veranstaltungszentrums.
Wie Kapitanovas private Beziehung zu Ferragut rechtlich einzuordnen war, ist wesentlich weniger eindeutig. BUNTE beschrieb sie im Juni 2025 als langjährige Lebensgefährtin eines renommierten mallorquinischen Kulturunternehmers und als Mutter zweier Kinder, nannte den Mann in diesem Zusammenhang jedoch nicht beim Namen. Die spanischen Veranstaltungsfotos dokumentieren wiederum über Jahre ihre gemeinsamen öffentlichen Auftritte mit Marcos Ferragut.
Für die häufig gesuchte Frage nach Kapitanovas „Ehemann“ reicht das nicht für eine definitive Antwort. Eine Hochzeit oder Scheidung mit Ferragut ist in den hier belastbar dokumentierten Quellen nicht belegt. Präziser ist deshalb, von einer langjährigen Partnerschaft zu sprechen, ohne daraus einen Ehestatus abzuleiten.
Herkunft, Alter und Beruf: Die öffentliche Vita bleibt schmal
BUNTE nennt Kapitanova eine gebürtige Bulgarin, die fließend Deutsch spreche und Mutter zweier Kinder sei. Außerdem schildert das Magazin Tanzen als eine wichtige Leidenschaft: Sie habe regelmäßig getanzt und an Veranstaltungen auf dem spanischen Festland teilgenommen. Mehr lässt sich aus dieser Quelle über ihre berufliche Laufbahn nicht sicher ableiten.
Gerade beim Beruf ist Zurückhaltung angebracht. Ein öffentlich nachvollziehbarer Lebenslauf mit Arbeitgebern, Ausbildung, Unternehmen oder einer klar belegten selbstständigen Tätigkeit liegt nicht vor. Tanzen als dokumentiertes Hobby macht Kapitanova nicht automatisch zur professionellen Tänzerin; ebenso wenig lässt sich daraus eine Tätigkeit als Model, Fitness-Trainerin oder Influencerin ableiten.
Auch ein exaktes Geburtsdatum oder Alter ist durch die stärkeren öffentlich zugänglichen Quellen nicht bestätigt. Solche Daten sollten deshalb nicht aus Profilseiten übernommen und anschließend als feststehende Biografie weitergereicht werden. Dasselbe gilt für einen konkreten bulgarischen Geburtsort, solange dafür keine entsprechend belastbare Quelle vorliegt.
Über ihre beiden Kinder hinaus sind für ein Profil keine weiteren privaten Einzelheiten nötig. BUNTE dokumentiert ihre Mutterschaft; Namen, genaue Geburtsdaten oder Informationen aus dem Alltag der Kinder tragen zum Verständnis von Kapitanovas eigener Geschichte nichts bei.
2025 wurde aus dem Mallorca-Namen ein deutsches Promi-Thema
Der entscheidende Wechsel fand im Juni 2025 statt. Die Abendzeitung München berichtete am 12. Juni über zuvor veröffentlichte Fotos, die Bastian Schweinsteiger und eine Frau namens Silva an einem öffentlichen Strand auf Mallorca vertraut und Hand in Hand zeigten. Nach Angaben der Zeitung war sie auch bereits in München gesehen worden. Auf die Frage der AZ, ob Schweinsteiger sein Privatleben kommentieren wolle, antwortete sein Management mit einem knappen „Nein“.
Fünf Tage später veröffentlichte BUNTE den ausführlicheren Bericht über „Silva K.“ und bezeichnete sie sowohl als Schweinsteigers neue Lebensgefährtin als auch als neue Freundin. Dort finden sich auch die wenigen konkreten Angaben zu ihrer bulgarischen Herkunft, ihren zwei Kindern, ihren Deutschkenntnissen und ihrer Leidenschaft fürs Tanzen. Für Kapitanova selbst meldete sich in einem anderen Zusammenhang eine Anwältin bei der Redaktion, lehnte aber eine Stellungnahme ab.
Damit entstand eine merkwürdige Asymmetrie, die bis heute ihr öffentliches Bild prägt: Die deutsche Öffentlichkeit erfuhr plötzlich zahlreiche Erzählungen über eine Frau, die selbst kaum öffentlich sprach. Gleichzeitig war ihr Name auf Mallorca keineswegs neu.
Die Trennung von Ana Ivanović nennt Kapitanova nicht als Grund
Zwischen den ersten Schweinsteiger-Fotos und der offiziellen Nachricht über dessen Ehe lagen mehrere Wochen. Erst am 22. Juli 2025 bestätigte Christian Schertz, der Anwalt von Ana Ivanović, gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Trennung von Bastian Schweinsteiger. Als Grund nannte er „unüberbrückbare Differenzen“; weitere Erklärungen werde es nicht geben. Silva Kapitanova kam in dieser Erklärung nicht vor.
Diese Chronologie ist wichtig, weil die zeitliche Nähe der Berichte leicht zu einer weitergehenden Erzählung verführt. Öffentlich bestätigt ist die Trennung von Schweinsteiger und Ivanović. Nicht bestätigt wurde in der Erklärung, welche Rolle eine dritte Person dabei gespielt haben könnte.
Im Dezember 2025 berichtete dpa unter Berufung auf Bild, Ivanović habe beim Amtsgericht München die Scheidung eingereicht. Ihr Anwalt wollte den Bericht nicht kommentieren; das Gericht verwies darauf, zu nicht öffentlichen Familiensachen keine Auskunft zu geben. Auch daraus lässt sich keine darüber hinausgehende private Chronologie konstruieren.
Noch im Juli 2026 beschrieb t-online Schweinsteiger und Ivanović als getrennt lebend und verwies erneut auf den Ende 2025 berichteten Scheidungsantrag. Eine rechtskräftig abgeschlossene Scheidung wird damit nicht belegt.
Neue Mallorca-Bilder führten die Geschichte 2026 fort
Kapitanovas Verbindung zu Schweinsteiger verschwand nach dem Nachrichtensommer 2025 nicht wieder aus der Berichterstattung. Im Mai 2026 führte BUNTE einen Beitrag mit der Überschrift „Knutschend mit Freundin Silva – Bastian Schweinsteiger: Heiße Küsse auf Mallorca“. Die entsprechende Ausgabe 22/2026 erschien am 21. Mai 2026 und kündigte die Mallorca-Geschichte ebenfalls an.
Damit ist die öffentlich dokumentierte Nähe zwischen beiden zumindest bis ins Frühjahr 2026 nachvollziehbar. Eine ausführliche gemeinsame Erklärung von Schweinsteiger und Kapitanova zu ihrer Beziehung, ihrem Kennenlernen oder gemeinsamen Zukunftsplänen ist daraus weiterhin nicht geworden.
Gerade deshalb bleibt die ältere Mallorca-Chronologie der aufschlussreichere Teil ihres Profils. In Deutschland begann die Geschichte von Silva Kapitanova scheinbar mit Bastian Schweinsteiger im Jahr 2025. In der mallorquinischen Presse beginnt sie mindestens neun Jahre früher – bei Kultur- und Gesellschaftsterminen rund um Palma und wiederholt an der Seite von Marcos Ferragut. Ihre eigene berufliche Vita bleibt dagegen bemerkenswert wenig öffentlich dokumentiert. Schweinsteigers Bekanntheit erklärt den Suchtrend; die spanischen Archive erklären, warum Kapitanova nicht erst mit ihm auf der Bildfläche erschien.
5. Interne Linkideen
- Bastian Schweinsteiger
- Ana Ivanović
- Bastian Schweinsteiger und Ana Ivanović: Chronologie der Trennung
- Marcos Ferragut Salvá
- Auditòrium de Palma
- Rafael Ferragut und die Geschichte des Auditòrium de Palma
- Prominente auf Mallorca
- Bastian Schweinsteigers Leben nach der Fußballkarriere
6. Recherchequellen
Primär-/offizielle Quellen
- CDAEM / Teatro.es – Eintrag zum Teatre Auditòrium de Palma de Mallorca: Belegt die institutionellen Angaben zum Haus sowie Rafael Ferragut als Direktor und Marcos Ferragut Salvá als Programmverantwortlichen.
Etablierte Medien
- Última Hora, 14. Mai 2016 – „Nombramiento del Ciudadano Europeo 2016“: Frühester gefundener eindeutiger Beleg für den Namen Silva Kapitanova; Foto gemeinsam mit Marcos Ferragut Salvá und weiteren Gästen.
- Última Hora, 4. Dezember 2017 – „Navidad entre amigos 2017“: Weitere gemeinsame Veranstaltungsfotos von Kapitanova und Marcos Ferragut; dokumentiert zugleich eine vereinzelte Schreibvariante „Silvia“.
- Última Hora, 10. Januar 2020 – Johann-Strauss-Orchestra im Auditòrium: Belegt einen weiteren gemeinsamen öffentlichen Auftritt von Silva Kapitanova und Marcos Ferragut.
- Última Hora, 29. November 2024 – Siurells de Plata: Jüngster gefundener spanischer Vor-Schweinsteiger-Beleg; nennt Marcos Ferragut als Manager des Auditòriums und Silva Kapitanova an seiner Seite.
- IB3, 21. Mai 2019 – „L’Auditòrium de Palma compleix 50 anys“: Hintergrund zur Ferragut-Familie und zur Weiterführung des Auditòriums durch Rafael und Marcos Ferragut.
- IB3, 22. November 2022: Bezeichnet Marcos Ferragut als „gerent“ des Auditòrium de Palma und dokumentiert seine berufliche Rolle im Kulturbetrieb.
- BUNTE, 17. Juni 2025 – „Das geheime Vorleben von Schweinis neuer Liebe“: Grundlage für die Angaben zu Kapitanovas bulgarischer Herkunft, ihren zwei Kindern, Deutschkenntnissen, ihrer Tanzleidenschaft und der Beschreibung als langjährige Partnerin eines mallorquinischen Kulturunternehmers.
- Abendzeitung München, 12. Juni 2025: Dokumentiert die frühe deutsche Berichterstattung über gemeinsame Mallorca-Aufnahmen mit Schweinsteiger und die damalige Weigerung seines Managements, das Privatleben zu kommentieren.
- WELT/dpa und t-online/dpa, 22. Juli 2025: Belegen die offizielle Bestätigung der Trennung von Ana Ivanović und Bastian Schweinsteiger sowie die genannten „unüberbrückbaren Differenzen“.
- Tagesspiegel/dpa und t-online/dpa, 2. Dezember 2025: Grundlage für die vorsichtige Einordnung des berichteten Scheidungsantrags und der ausbleibenden Bestätigung von Anwalt beziehungsweise Gericht.
- t-online, 12. Juli 2026: Aktueller Kontext zum getrennten Leben von Schweinsteiger und Ivanović sowie zum weiterhin nur berichteten Scheidungsantrag.
- BUNTE, Stars & die Liebe, 2026: Dokumentiert die erneute Berichterstattung über Schweinsteiger und „Freundin Silva“ anhand von Mallorca-Aufnahmen.
Weitere Quellen
- Meine-Zeitschrift, BUNTE 22/2026: Verwendet ausschließlich zur zeitlichen Einordnung der BUNTE-Ausgabe mit der Schweinsteiger-Mallorca-Geschichte; Erscheinungsdatum 21. Mai 2026.
